Deutscher Bundestag

Seriöse Teststrategien für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen dringend erforderlich

Aufgrund weiter steigender Infektionszahlen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen – auch in Bayern – hat Beate Walter-Rosenheimer zwei Fragen an die Bundesregierung zur Ansteckungs- und Mortalitätsrate besonders vulnerabler Gruppen wie Patienten in Krankenhäusern, Kliniken, Reha-Einrichtungen und Pflegeinrichtungen mit SARSCoV-2 gestellt. 
In einer dritten Frage wollte sie wissen, ob die Bundesregierung vermehrt Studien zu nosokomialen Infektionen von PatientInnen, BewohnerInnen und dem jeweiligen Personal in Klinken und Pflegeeinrichtungen plant.

Dazu erklärt Beate Walter-Rosenheimer:

Aus der Antwort der Bundesregierung und den Zahlen und Daten des Robert-Koch-Instituts geht hervor, dass Gesundheitsminister Spahn in Hinblick auf besonders vulnerable und somit schutzbedürftige Gruppen, wie Patienten in Krankenhäusern, ärztlichen Praxen, Dialyseeinrichtungen, oder Bewohner von Obdachlosenunterkünften und vor allem Pflegeeinrichtungen, die sinkenden Zahlen im Sommer und die Atempause vor der zweiten Welle nicht genutzt hat. Wertvolle Zeit ist verstrichen und dadurch wurden bisher tausende Menschenleben geopfert. 

Es ist nicht nachvollziehbar, dass seit Beginn der Pandemie in Deutschland mindestens 130.000 Fälle aus Einrichtungen wie Krankenhäuser, ärztliche Praxen, Dialyseeinrichtungen, Rettungsdienste, Obdachlosenunterkünfte und vor allem Pflegeeinrichtungen gemeldet wurden. Das sind Orte, wo Menschen sich eigentlich besonders sicher und gut aufgehoben fühlen sollten, aber stattdessen arglos einem Infektionsrisiko mit Sars-CoV2 ausgesetzt werden. Derzeit müssen Patienten also Angst haben, sich anzustecken, wenn sie sich einer Behandlung im Krankenhaus unterziehen müssen.

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Sach- und Fachgespräche: Krankenhäuser am Limit

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Und weiter geht es mit aus meiner Reihe "Sach- und Fachgespräche". Für das Thema "Krankenhäuser am Limit" habe ich drei Expert*innen eingeladen, um das Thema aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten.

Wie in einem Brennglas zeigt uns die Pandemie, was in den letzten Jahren an unseren Krankenhäusern versäumt wurde. Der Fachkräftemangel zeigt sich nun schonungslos und bringt das Pflegepersonal, die Ärzt*innen, alle im Krankenhaus beschäftigten an und über ihre Grenzen. Was braucht es, um unsere Krankenhäuser gut aufzustellen? Darüber diskutiere ich mit Andreas Krahl, pflegepolitischer Sprecher der Landtagsfraktion, dem Arzt Johannes Wagner und der Intensivpflegerin Anja Baier:

Videokonferenz "Krankenhäuser am Limit" am Montag, 8.2.21 von 18.30 - 19.30 Uhr

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Sach- und Fachgespräche: Impfen? Ja klar!

impfen ja klar facebook eventAlle Hoffnungen in dieser Pandemie liegen jetzt auf den Impfstoffen. Wann haben wir die sog. Herdenimmunität erreicht und wann können wir endlich wieder unserem "normalen" Leben nachgehen?

Aber nun sehen wir, dass es nicht so schnell gehen wird: Obwohl es ein großer Erfolg war, dass Impfstoffe extrem schnell entwickelt wurden, laufen nun die Impfungen nicht so reibungslos, wie wir dachten. Es gibt viele Fragen und Unsicherheiten rund um das Thema Impfen.

Darum habe ich nun zu meiner Reihe "Sach- und Fachgespräche" meine Kollegin und Expertin Kordula Schulz-Asche eingeladen, um eure Fragen zu beantworten:

Die Videokonferenz findet am Donnerstag, den 4.2.21 von 18.30 - 19.30 Uhr statt. Bitte meldet euch für die Einwahldaten bei meiner Mitarbeiterin Helga Stieglmeier beate.walter-rosenheimer.ma06@bundestag.de an.

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Sach- und Fachgespräche: Gesundheitssystem auf der Intensivstation?

gesundheitssys facebook event1Meine Bundestagskollegin Maria Klein-Schmeink, gesundheitspolitische Sprecherin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen Bundestagsfraktion war die Expertin für meine Veranstaltung "Gesundheitssystem auf der Intensivstation aus meiner Reihe Sach- und Fachegespräche:

Nichts wird in diesen Tagen in den sozialen Netzwerken mehr diskutiert als die Verfügbarkeit von Intensivpflegeplätzen. Dabei sind weniger die Plätze das Problem als der Mangel an Fachpflegekräften. Bis zur Fachpflegekraft für Intensiv- und Anästhesiemedizin braucht man nicht weniger als sieben Jahre. Die Verweildauer in einem der Berufsbilder der Pflege beträgt jedoch im Schnitt gerade mal acht Jahre. Das Problem ist alles andere als neu.

Vor allem die schlechten Arbeitsbedingungen, die schwierige Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die enorme Belastung treiben die Menschen, ganz überwiegend Frauen, in andere Jobs.

„Wir sind viel mehr auf Intensivstation mit unserem Gesundheitssystem als gedacht“ so meine liebe Kollegin Maria Klein-Schmeinck, gesundheitspolitische Sprecherin unserer Grünen Bundestagsfraktion und stellvertretende Fraktionsvorsitzende. „Wir haben viel Zeit verstreichen lassen“.

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Beate Walter-Rosenheimer Bild