Bundestag - Beate Walter-Rosenheimer

Mobbing an Schulen hat viele Gesichter. Kinder und Jugendliche, aber auch Lehrkräfte sind zunehmend mit Erscheinungen wie Cybermobbing, Menschenfeindlichkeit oder religiösem Mobbing konfrontiert. Viele Opfer leiden unter Depressionen und geringem Selbstbewusstsein oder haben sogar Selbstmordgedanken.

Das Bundesfamilienministerium möchte mit dem Projekt „Anti-Mobbing-Profis“ präventiv gegen religiös begründeten Extremismus vorgehen.

Wo besteht ein besonders hoher Bedarf und wie kann man langfristige Verbesserungen erzielen, hat Beate Walter-Rosenheimer das Familienministerium gefragt. Die Antwort der Bundesregierung lässt diese Fragen leider offen.

Artikel in der Süddeutsche Zeitung dazu: „Mehr Mittel gegen Mobbing“ (24.07.18)

„Weiterbildung ist nicht Privatsache, sondern nützt uns allen.

Tatsächlich nehmen rund 50 % der 18- bis 64-Jährigen pro Jahr an einer Weiterbildung teil und fast 80 % der Fortbildungen dienen der beruflichen Weiterqualifizierung. Alle diese Menschen haben ein Recht auf umfassende Beratung. Heute ist es aber so, dass wenn die Information nicht im Betrieb erfolgt, es ihnen überlassen bleibt, wie sie sich einen Überblick über Angebote und Kosten verschaffen. Das muss sich durch das bundesweite Weiterbildungstelefon ändern.
Das Infotelefon Weiterbildungsberatung wird seit seiner Freischaltung im Januar 2017 bundesweit monatlich durchschnittlich von 1000 Menschen genutzt. Das ist skandalös wenig. Ministerin Karliczek, der nach eigenem Bekunden „die duale Weiterbildung eine Herzensangelegenheit“ ist, muss daher dringend ihr Service-Telefon besser bekannt machen und darf Weiterbildungsinteressierte nicht allein lassen.

Im Koalitionsvertrag haben Union und SPD die Einrichtung von AnkERZentren vereinbart. Als Begründung wird auf die Beschleunigung des Asylverfahrens durch die Zentralisierung von zuständigen Behörden hingewiesen. Auch geflüchtete Heranwachsende - begleitete Kinder und Jugendliche mit ihren Familien sowie unbegleitete junge Menschen sollen lin AnkER-Zentren untergebracht werden, bis ihre Bleibeperspektive, Identität, wie auch ihr Alter geklärt sind.

Als Mitgliedsstaat der UN-Kinderrechtskonvention von 1989 sowie als Mitglied der EU und des Europarats hat sich Deutschland verpflichtet, bei allen politischen Entscheidungen und Maßnahmen, die Kinder betreffen, das Wohl des Kindes vorrangig zu berücksichtigen.

Ob das auch in den geplanten Einrichtungen gilt, wollte Beate Walter-Rosenheimer vom Bundesinnenministerium wissen. Die Antwort der Bundesregierung ist leider erschreckend. 

Auch die Süddeutsche Zeitung berichtete: Die Regierung lässt Dutzende Fragen unbeantwortet  (SZ, 13.07.2018)

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