Deutscher Bundestag

Zum Internationalen Frauentag erklärt Beate Walter-Rosenheimer:

Am internationalen Frauentag können wir Erfolge in der Gleichstellung der Frauen feiern. Meilensteine wie 100 Jahre Frauenwahlrecht in Deutschland sind tolle Erfolge und wurden hart erkämpft von vielen mutigen, tatkräftigen Frauen. 

Doch gibt es in Sachen Gleichstellung noch viel zu tun. Und hier sollten wir gerade am 8. März genauer hinschauen.

So zeigt eine aktuelle Umfrage der DEVK, dass Frauen nach wie vor massiv von Altersarmut betroffen sind, weil sie weniger verdienen und immer noch für die Kindererziehung zurückstecken.

Die Entgeltlücke zwischen Männern und Frauen beträgt aktuell immer noch 21 Prozent. Das ist gesellschaftliche Realität und ein Armutszeugnis für Deutschland. Denn damit sind wir eines der Schlusslichter der EU.

Der Frauenanteil in der Politik, aber auch in Führungspositionen der Wirtschaft, der Wissenschaft und Forschung, ist noch meilenweit von einer Parität entfernt. 

Unsäglich ist deshalb, dass die CSU zusammen mit Freien Wählern und der AfD gerade erst gegen ein Paritätsgesetz für den bayerischen Landtag gestimmt haben. Denn Frauen stellen über die Hälfte der Einwohner*innen in Deutschland, das muss sich endlich auch in den Parlamenten abbilden. Stattdessen sinkt der Frauenanteil. Das ist ein unhaltbarer Zustand und zeigt, dass Männerbünde nicht freiwillig zurückstecken.

Das Grüne Erfolgsmodell Frauenquote macht vor, dass es auch anders gehen kann. In allen Parlamenten haben wir den höchsten Frauenanteil. 

Frauen und Männer müssen endlich gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Gleichstellung erfahren. Insofern ist der 8. März ein Datum, das wachrütteln sollte. Der Kampf um Gleichstellung ist noch lange nicht vorbei.

Beate Walter-Rosenheimer Bild