Hintergrund ist, dass im vergangenen November die UN-Dekade ausgelaufen ist und nun das Weltaktionsprogramm der UN angelaufen ist. Bildung für nachhaltige Entwicklung ist Bildung, die uns dazu befähigen soll, die Zukunft nachhaltig zu gestalten.
Die schleppende Konkretisierung der Initiative auf Bundesebene hat laut Prof. de Haan zu erheblichen Irritationen auf Seiten der Bildungsakteure geführt. Etwa: Werden die Arbeitsgruppen zu den Bildungsbereichen und in der Dekade behandelten Themen beibehalten und kann man sich darin weiter engagieren? Wie sind die Länder eingebunden? Wer ist künftig Ansprechpartner? Welche Schwerpunkte werden gesetzt?
Wir GRÜNE haben schon im vergangenen Jahr eine Kleine Anfrage zur Fortentwicklung der Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland gestellt. Daraus wurde bereits klar, dass für eine erfolgreiche Verankerung des Bildungskonzepts mehr Anstrengung und Bemühung von Seiten der Bundesregierung nötig ist.
Damit Bildung für nachhaltige Entwicklung wirklich gestärkt wird, braucht es verbindliche Strukturen für mehr Planungssicherheit und nicht zuletzt auch ausreichend Finanzmittel. Auch das Kooperationsverbot steht der Bundesunterstützung für eine flächendeckende, strukturelle Umsetzung im Weg. Von Bundesland zu Bundesland unterscheidet sich stark, inwiefern Bildungseinrichtungen den Fokus auf Nachhaltigkeitsaspekte richten. Außerdem ist der Begriff selbst nach wie vor hauptsächlich der Fachöffentlichkeit bekannt.
Dabei ist es doch ein Bildungskonzept, das für uns alle von entscheidender Tragweite ist. Denn eins muss uns allen klar sein: Nachhaltigkeit ist ohne Bildung nicht zu haben.

 

Beate Walter-Rosenheimer Bild