Deutscher Bundestag

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Jedes vierte Kind in Deutschland ist nicht glücklich.....

Kinder und Jugendliche leiden unter der momentanen Situation. UNICEF weist aktuell darauf hin, dass auch in den reichen Industrieländern längst nicht alles paletti ist. Eh schon nicht, weil auch hier soziale Unterschiede viel ausmachen. Immer. Durch die Coronakrise aber werden die Probleme für diese Kinder und Jugendliche verschärft. "Selbstmordversuche, mental Probleme, Übergewicht, aber auch unzureichende schulische Kenntnisse" kennzeichnen laut UNICEF das Aufwachsen von viel zu vielen Kindern in wohlhabenden Industrieländern. Dies ist das Ergebnis der neuesten Report-Card des UNICEF-Forschungszentrum Innocenti. Gleichzeitig warnt UNICEF vor gravierenden Gefahren für das Kindeswohl durch die Covid-19-Pandemie.

"Viele der reichsten Länder der Welt, die eigentlich über genügend Ressourcen verfügen, scheitern, wenn es darum geht allen Kindern eine gute Kindheit zu ermöglichen", so Gunilla Olsson von UNICEF.

Das ist nun natürlich oft gesagt worden ... jetzt ist konsequentes politisches Handeln gefragt.

„Wenn Regierungen nicht schnell und entschlossen handeln und der Schutz von Kindern nicht Teil der Reaktion auf die Covid-19-Pandemie ist, müssen wir mit steigenden Armutsraten, einer Verschlechterung mentaler und physischer Gesundheit sowie einer wachsenden Kluft bei der Qualifikation von Kindern rechnen. Die Unterstützung von Kindern und ihren Familien während der Covid-19-Pandemie ist erschreckend unzureichend. Es muss mehr getan werden, um Kindern eine sichere und gute Kindheit zu ermöglichen – jetzt.“

Und wir haben schon in anderen Studien und Befragungen gesehen, wie zum Beispiel in der COPSY-Studie, dass das seelische Gleichgewicht von Kindern und Jugendlichen in der Krise deutlich ins Wanken geriet.

Als Psychologin nehme ich das wahr und es besorgt mich, als Politikerin mahne ich dringend rasche Veränderungen an. Wir Grünen haben dazu bereits viele vernünftige Vorschläge vorgelegt, wie Kindergrundsicherung, Bildungsgerechtigkeit, Vorschläge, wie Schule jetzt in der Pandemie laufen kann und muss und wie wir alle mit an Bord nehmen.
Einkommensungleichheit und Kinderarmut müssen entschlossen bekämpft werden, damit alle Kinder Zugang zu den Ressourcen haben, die sie brauchen. Die gesundheitliche Versorgung muss gestärkt werden. Wochenlang auf einen Kinderarzt-Termin warten oder kilometerweit fahren, auf eine psychotherapeutische Behandlung gleich noch viel länger warten oder viel weiter fahren.... Wir fordern schon lang eine bessere und flächendeckende Versorgung von Kindern und Jugendlichen. Gerade im löndlichen Bereich ist sie bei weitem nicht ausreichend. Wir fordern: Kinderrechte ins Grundgesetz. Wir wollen mehr Mitbestimmung und fordern die Senkung des Wahlalters. Wir fördern die Stärkung von Familien. Und wir schauen auf alle Kinder und Jugendliche in diesem Land. Zum Beispiel auch auf junge Geflüchtete, die auch massiv und den Veränderung der Pandemie leiden.
Gerade in der Krise steigen die Zahlen der Kinder, denen es psychisch nicht gut geht. Es besteht dringender Handlungsbedarf und ein schnellerer Zugang zu Hilfe und Therapie muss sichergestellt werden.

Deshalb: Kinderrechte in jeder Hinsicht stärken! Das ist eines unserer Grünen Kernanliegen. Dafür setzen wir uns ein ... bis wir unsere Ziele erreicht haben.

(BWR)

Beate Walter-Rosenheimer Bild