Zur gestrigen Vereinbarung der bayerischen Staatsregierung mit den kommunalen Spitzenverbänden zur finanziellen Unterstützung der Kommunen bei der Betreuung von jungen volljährigen Geflüchteten erklärt Beate Walter-Rosenheimer:

Die Abmachung geht wieder einmal an den Bedürfnissen junger Geflüchteter vorbei. Die Bayerische Staatsregierung hat den Kommunen die Übernahme eines kleinen Teils der Kosten bei der Betreuung junger Volljähriger durch die Jugendhilfe zugesagt. Aber: Die pauschale Erstattung von 40 Euro pro Tag und Flüchtling für 2017 ist viel zu wenig und ignoriert den individuellen Hilfebedarf.

Die Begrenzung der Erstattung auf 12 Monate ist komplett realitätsfern. Einige junge Geflüchtete brauchen mehr, andere brauchen weniger Unterstützung.

Junge Flüchtlinge, die volljährig werden, müssen bei Bedarf auch weiterhin Unterstützungsleistungen erhalten. Nur so sind Integration und ein guter Start ins Leben für diese jungen Menschen möglich. Gute Startchancen sind der beste Schutz vor Radikalisierung junger Menschen.

Die bayerische Staatsregierung ist aktuell das größte Integrationshemmnis im Freistaat. Es wird Zeit, dass sich das ändert.

 

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Jens Kolodziejczak

Beate Walter-Rosenheimer Bild