Zur Veröffentlichung der Studie der Vodafone Stiftung «Gebrauchsanweisung fürs lebenslange Lernen» erklärt Beate Walter-Rosenheimer, Sprecherin für Jugendpolitik und Ausbildung:

Nur jeder Zwölfte ist mit der Weiterbildungskultur in seinem Unternehmen zufrieden. Dieses Ergebnis zeigt: Unternehmen müssen mehr in die Köpfe investieren.

Beim lebenslangen Lernen steht aber auch die öffentliche Hand in der Pflicht. Digitalisierung und gesellschaftlicher Fortschritt krempeln die Lebens- und Arbeitswelt vieler Menschen um. Es ist deshalb höchste Zeit, dass auch die öffentliche Förderung im digitalen Zeitalter ankommt. Gerade in der modernen Wissensgesellschaft wird lebenslanges Lernen für alle Menschen immer wichtiger. Weiterbildung 4.0 gibt es aber nicht zum Nulltarif. Im Bildungsetat kommt die Weiterbildung trotzdem seit Jahren viel zu kurz.

Mit unserem Modell der BildungsZeit Plus fordern wir eine gerechte Förderung, von der auch sozial Schwächere profitieren. Mit einem individuellen Mix aus Zuschuss und Darlehen möchten wir allen Bildungsinteressierten persönliche und berufliche Entwicklung ermöglichen. Gute Bildungs-angebote dürfen in Zukunft nicht mehr nur das Privileg von Hochqualifizierten und Gutverdienenden bleiben. Eine gerechte und zukunftsfähige Bildungsrepublik braucht in Zeiten des digitalen und demografischen Wandels alle Köpfe.

Dazu gehören natürlich auch Menschen mit Migrationshintergrund, Geringverdienende, Alleinerziehende und ältere Menschen. Mit einem Rückkehrrecht auf den früheren Stundenumfang kann sichergestellt werden, dass niemand aus Angst vor späteren Nachteilen auf das berufsbegleitende Lernen verzichtet. 

Beate Walter-Rosenheimer Bild