170621 antrag queer"Man erkennt den Wert einer Gesellschaft daran, wie sie mit den Schwächsten ihrer Glieder verfährt." (Gustav Heinemann)  

Heute ist mein Antrag "Jung, queer, glücklich in die Zukunft - lesbische, schwule, bisexuelle, trans-und intergeschlechtliche Jugendliche stärken" (18/8874)  mit Debatte im Familienausschuss.

Mal sehen, ob die Groko sich an ihren Koalitionsvertrag erinnert und zustimmt... 

Noch immer werden diese Jugendlichen in unserem Land diskriminiert. Und das häufig in der Öffentlichkeit, in Fußgängerzonen, vor Bars oder in Clubs, im Schwimmbad oder beim Arzt, im Internet oder bei Behörden... darüber hinaus ist die Schule als zentraler Lebensmittelpunkt häufig und immer häufiger ein homo-und transphober Bereich. Schimpfworte wie "schwule Sau",  "lesbische Kuh" oder "Scheiß-Transe" sind leider an der Tagesordnung. In der eh nicht immer leichten Zeit der Pubertät haben diese Jugendlichen neben ihrem inneren Coming -out-Prozess viele Anfeindungen von außen zu ertragen. Vielen geht es danit schlecht. Das sieht man zum Beispiel auch daran, dass sie eine um das 4-6 fach erhöhte Suizidrate haben. 

Wir wollen das verändern! Und wir Grünen sind die einzige Fraktion, die da klare Kante zeigt und weitreichende Veränderungen fordert, um die Situation dieser Jugendlichen zu verbessern. Die Zeit jetzt vor den CSDs ist gut, um einmal wieder und einmal mehr darauf aufmerksam zu machen.Damit es künftig mehr Selbstbestimmung, mehr Sichtbarkeit und Wertschätzung für diese jungen Menschen gibt! Und sie diskriminierungs-und angstfrei leben können! 

http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/088/1808874.pdf

Beate Walter-Rosenheimer Bild