Umweltfreundliche Mobilität ist wichtiger denn je. Darum hat Beate Walter-Rosenheimer die Bundesregierung nach ihrem Engagement in den Fuhrparks der Bundesbehörden gefragt. Zur ernüchternden Antwort des Bundesverkehrsministeriums erklärt Beate Walter-Rosenheimer:

Insgesamt sind 2.883 Kraftfahrzeuge auf oberste Bundesbehörden und Bundesämter zugelassen. Davon verfügen 2481 über Dieselmotoren. Das ist mit unglaublichen 86 Prozent alles andere als ein gutes Vorbild. Während öffentlich zu Recht über ein Ende der dreckigen Dieselmotoren diskutiert wird, spielt Umweltschutz bei der öffentlichen Beschaffung offenbar kaum eine Rolle. Nicht erst seit Bekanntwerden des Abgasskandals dürfte auch der Bundesregierung bekannt sein, dass Dieselmotoren Luft und Klima extrem belasten. Wenig glaubwürdig sind Merkel und Dobrindt auch beim Thema Elektroantrieb. Nur 39 Fahrzeuge mit Elektroantrieb sind bisher zugelassen. Mit Hybrid-Motoren sind magere 81 Fahrzeuge für Bundesministerien und Bundesämter unterwegs.

Merkel und Dobrindt outen sich damit nicht gerade als innovative Vordenker. Best-pratctice sieht jedenfalls anders aus. Es ist wenig glaubwürdig, wenn die Bundesregierung Bürgerinnen und Bürger mit einer Umweltprämie zum Kauf von Elektroautos ermutigt, auf dem eigenen Parkplatz aber dann der spritfressende V8-Diesel wartet. Das ist politisch und ökologisch nicht zu rechtfertigen. Der Bund muss bei der Beschaffung von Fahrzeugen mit guten Beispiel voran gehen. Öffentliche Behörden haben eine Vorbildfunktion. Statt bei der Mobilität weiterhin nur auf den PKW zu setzen, sollte die Bundesregierung außerdem verstärkt auch in ökologisch nachhaltige Mobilitätsformen wie den öffentlichen Nahverkehr investieren. Das hat im Gegensatz zu Dobrindts dreckigen Dieseln nämlich tatsächlich Zukunft. 

Die Antwort der Bundesregierung auf die schriftliche Frage lesen sie hier!

 

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Sebastian Randak

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