„Wenn man sich vorstellt, dass in der ganzen Welt rund 250.000 Kinder als Soldaten missbraucht werden, die nicht nur zum Kämpfen, sondern in verschiedenen Funktionen eingesetzt und  auch zu sexuellen Handlungen gezwungen werden, dann versteht man erst wie wichtig der Red Hand Day eigentlich ist, denn diese Kinder brauchen eine Stimme.

Derartige Verbrechen an Kindern müssen so schnell als möglich gestoppt werden“, erklärt Beate Walter-Rosenheimer. Die Grüne Bundestagsabgeordnete ist Mitglied der Kinderkommission im Deutschen Bundestag. Die Kinderkommission hat den Red Hand Day mit einem eigenen Stand im Bundestag unterstützt. Politiker, Mitarbeiter und Besucher konnten ihre Handabdrücke abgeben und so ein Zeichen gegen den Einsatz von Kindersoldaten setzen. Die gesammelten Handabdrücke leiten die Mitglieder der Kinderkommission an die Vereinten Nationen weiter.

„Im Kampf gegen den Missbrauch von Kindern gibt es durchaus erste Erfolge“, so Ekin Deligöz, stellvertretende Fraktionsvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen. „Teilweise werden gegen Kommandeure  und ehemalige Staatschefs Prozesse wegen Rekrutierung von Kindern vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag geführt. Aber in Ländern wie Burma oder der Demokratischen Republik Kongo gehen die Täter immer noch weiterhin straffrei aus. Die Bundesregierung muss auf solche Länder Druck ausüben, die Kinder aus der Armee zu entlassen und ihnen die notwendige Unterstützung zukommen zu lassen. Kinder sind keine Soldaten“

Beate Walter-Rosenheimer Bild