Deutscher Bundestag

Stigmatisierung von Sucht – Zeit für eine neue Betrachtung

Für das aktuelle Online-Verbandsmagazin des GVS (Gesamtverband für Suchthilfe e.V. der Diakonie) hat Beate Walter-Rosenheimer sich Gedanken gemacht zum Thema “Das Stigma von Abhängigkeitserkrankung".

Sucht hat verschiedene Gesichter und kann - entgegen der landläufigen Meinung - viel mehr sein als Alkohol-, Nikotin- oder Drogen- bzw. Tablettensucht. Und Sucht ist kein Randproblem, auch wenn die Erkrankung im gesellschaftlichen Leben häufig totgeschwiegen, verheimlicht und übersehen wird. 

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Das Schweigen brechen

Zur zehnten bundesweiten Aktionswoche für Kinder aus Suchtfamilien vom 10. bis 16. Februar erklärt Beate Walter-Rosenheimer, Sprecherin für Jugendpolitik und zuständige Berichterstatterin im Ausschuss für Familie, Frauen, Senioren und Jugend:

Kinder aus Suchtfamilien haben keine Lobby. Sie sind auf die besondere Unterstützung von Politik und Zivilgesellschaft angewiesen.

Eigentlich sollten Eltern auf ihre Kinder aufpassen. Bei Kindern aus Suchtfamilien ist es oft andersrum: Die Kinder tragen die Verantwortung und sie leiden im Verborgenen. Kinder psychisch kranker Eltern sind jedoch nicht nur selbst von einem höheren Risiko für psychische Erkrankungen betroffen, sondern sind gezwungen, auch innerhalb der Familie Aufgaben zu übernehmen, die sonst Erwachsenen obliegen. 

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