Deutscher Bundestag

Dafür wurden drei Referentinnen geladen, um kurz ihre Perspektive als Grundlage für eine anschließenden Diskussion mit allen Anwesenden, einzubringen.

Beate Walter-Rosenheimer: "Die Quote in Aufsichtsräten und Vorständen ist überfällig!"

Als Mitinitiatorin der Veranstaltung eröffnete Beate Walter-Rosenheimer (Grüne Bundestagsabgeordnete und Frauenreferentin des Kreistags FFB) den Abend. Sie ist im Bundesarbeitskreis Wirtschaft unter anderem für „Frauen und Wirtschaft“ zuständig und berichtete von den ersten Wochen ihrer Arbeit und aktuellen Entwicklungen der Gleich-stellungspolitik auf Bundesebene. Die überfällige Einführung der Quote und Schaffung von Entgeltgleichheit vor allem für „Frauenberufe“, das heißt zumeist Berufe im sozialen Bereich, waren nur zwei ihrer Forderungen.

Im Anschluss referierte Doris Wagner (Frauenreferentin des Landesverbandes der Grünen) über den ersten Gleichstellungsbericht der Regierung, der im Januar 2011 an das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend übergeben wurde. Dieser Bericht mit dem Titel „Neue Wege – Gleiche Chancen. Gleichstellung von Frauen und Männern im Lebensverlauf“, lenkt den Blick auf die gesamte Lebensverläufe und soll eine Gleichstellungspolitik ermöglichen, die nachhaltig ist und sich nicht auf ein Stadium beschränkt. Die Perspektive auf den gesamten Lebensverlauf zeigt, dass vor allem Frauen immer noch enorm benachteiligt sind. Zwar ist das Ausbildungsniveau von Frauen stark gestiegen und liegt zum Teil über dem der Männern, doch haben sie später im Berufsaufstieg oder der Rentenversorgung, meist das Nachsehen. Der Gleichstellungsbericht stellt konkrete Forderungen an die Politik, die es nun einzulösen gilt.

Auch eine junge Frau war auf dem Podium vertreten: Die 21-jährige Dimitra Kostimpas ist Frauen- und Genderpolitische Sprecherin und Mitglied im Bundesvorstand der Grünen Jugend und beschäftigt sich dort ebenfalls mit Gleichstellungspolitik. Sie knüpfte an ihre Vorrednerinnen an und ging darüber hinaus auf die Perspektive junger Frauen ein.

 

Beate Walter-Rosenheimer Bild