Parité in den Parlamenten lautete der Titel der Podiumsdiskussion, zu der die Landtagsabgeordnete Verena Osgyan Beate Walter-Rosenheimer eingeladen hatte. 
Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist weiblich. In den Parlamenten bildet sich dies aber 100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts immer noch nicht ab. Im Gegenteil: Im neu gewählten Bundestag sind nur noch 31 % Frauen vertreten – ein Rückgang um 5,5 Prozentpunkte.

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Auf Landesebene ist die Lage noch drastischer. Nicht einmal 28 % aller Abgeordneten im Bayerischen Landtag sind Frauen. Wenn es kaum Frauen in politische Spitzenpositionen schaffen, dann ist das allerdings weit mehr als ein Schönheitsfehler, es hat konkrete Auswirkungen auf die Entscheidungsfindung
zu Themen, die überwiegend Frauen betreffen.
 
Es bedarf einer grundsätzlichen Reform des Wahlrechts, um gleiche Wahlchancen von Frauen und Männern gesetzlich zu verankern – so wie es in acht
anderen europäischen Ländern längst der Fall ist.
 
Parité ist möglich, das zeigen uns andere euoropäische Länder wie z. B. Frankreich. Ein Aktionsbündnis unter Beteiligung der Grünen hat dazu in Bayern eine Popularklage eingereicht.  
 
Beate Walter-Rosenheimer Bild