Deutscher Bundestag

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Bei dieser Veranstaltung aus meiner Reihe Sach- und Fachgespräche ging es um das Grüne Grundeinkommen. Mit meinem Kollegen Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn, der arbeitsmarktpolitischer Sprecher unserer Bundestagsfraktion ist, hatte ich einen kompetenten Experten als Gast.

Was macht ein Leben in Würde und Selbstbestimmung in unserer Gesellschaft aus? Ganz klar: Teilhabe! Wie können wir die allen Menschen ermöglichen? Das System aus Bevormundung, Sanktionen und viel zu geringen Regelsätzen drängt Betroffene an den Rand der Gesellschaft. Hartz 4 hat nichts zu tun mit Wertschätzung und Ermutigung und es zeigt den Empfänger*innen einiges, aber sicherlich nicht, dass sie ein gleichwertiger Teil der Gesellschaft sind. "Zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel": Armut frisst sich in die Seele und nimmt den Menschen Freude, Antrieb und Ziele. Was für ein fatales Signal an die Kinder, die in armen Familien aufwachsen! Sanktionsfreiheit und deutlich höhere Regelsätze allein können hier allerdings nicht der große Wurf sein: das Signal bleibt dasselbe und die verdeckte Armut lindern sie nicht.

Zur öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend am Montag, 14.12.2020, zum Thema "Wohnungslosigkeit bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen" erklärt Beate Walter-Rosenheimer, Sprecherin für Jugendpolitik:

Die öffentliche Anhörung kam aufgrund unserer Initiative zustande, weil wir den Fokus auf dieses bislang bundespolitisch sehr vernachlässigte Thema lenken wollen. Junge Menschen ohne Wohnung brauchen endlich mehr Aufmerksamkeit, mehr Unterstützung, mehr Hilfen.    

201210 rede epl17 jugendHeute wurde im Bundestag im Rahmen der Haushaltsberatungen über den Etat für 2021 für das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend abgestimmt. Davor fand eine rege Debatte im Plenum statt.

Für die Grüne Fraktion sprach Beate Walter-Rosenheimerund machte sich für Jugendliche stark. Denn die stehen auf der Agenda der Ministerin nicht im Fokus. Leider. Denn gerade die Jugendlichen, die einen höheren Unterstützungsbedarf haben, werden vernachlässigt. Aber Jungsein in Deutschland ist keineswegs nur etwas für Hochglanzbroschüren.

Sehen Sie hier die ganze Rede. 

Beate Walter-Rosenheimer Bild