Frauen sind bei der Jobsuche immer noch benachteiligt - anonyme Bewerbungen zeigen das...

Also doch: Frauen fallen oft schon durch das Bewerbungsraster, weil sie Frauen sind. Das ist durch Studien belegt und auch durch die Erfahrungen der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS).

Aufgrund dieser Beratungserfahrung hat die Antidiskriminierungsstelle im vergangenen Jahr ein einjähriges Pilotprojekt „Anonymisierte Bewerbungsverfahren" gestartet. Fünf Unternehmen und drei Behörden haben sich an diesem Testlauf beteiligt, unter anderem die Deutsche Post und die Deutsche Telekom. Das Ergebnis, das gestern der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, ist alarmierend: Frauen, sowie auch Menschen mit Migrationshintergrund haben in anonymisierten Bewerbungsverfahren deutlich bessere Chancen zu einem Vorstellungsgespräch geladen zu werden.

Dazu erklärt Beate Walter-Rosenheimer, MdB, Bündnis 90/Die Grünen und in Berlin zuständig für das Thema Wirtschaft und Obfrau im Ausschuss für Wirtschaft und Technologie:

Beate Walter-Rosenheimer hat  dem Kinder- und Jugendportal des Deutschen Bundestags "mitmischen.de" ein Interview gegeben. Darin geht es um adäquate Freizeitangebote und Aufenthaltsorte für Jugendliche. Sie sollten viel stärker in die Planung einbezogen werden. Denn nur so entstehen Räume, in denen sich die Jugendlichen wohlfühlen und die sie auch gerne nutzen...

Vor allem Frauen müssen im Alter befürchten, wegen der geringen Renten arm zu werden. Der Anspruch auf Rente bei Minijobs wird nach aktuellen Berechnungen bei unter 200 Euro im Monat liegen. Dazu erklärt Beate Walter-Rosenheimer, Obfrau im Wirtschaftsausschuss von Bündnis 90/Die Grünen:

Millionen Frauen sind wegen Minijobs von Armut bedroht. Trotzdem will die Bundesregierung die Verdienstgrenze für Minijobber auf 450 Euro anheben und damit diese Strukturen noch weiter verfestigen.

Beate Walter-Rosenheimer Bild