Am 1. August 2013 tritt der Rechtsanspruch auf Förderung in Tageseinrichtungen und in der Kindertagespflege für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr in Kraft. Das ist ein wichtiger
Schritt, denn so soll künftig die schon lange bestehende gesetzliche Verpflichtung zur Vorhaltung eines bedarfsgerechten Angebots erfüllt werden.

Ein gut ausgebautes und qualitativ hochwertiges frühkindliches Bildungsangebot ist von entscheidender Bedeutung, um mehr Chancengerechtigkeit für Kinder zu schaffen und Eltern eine (Vollzeit-) Berufstätigkeit zu ermöglichen. Es sichert Bildungsgerechtigkeit und Teilhabe für alle Kinder und bietet insbesondere benachteiligten Kindern enorme Chancen.

Auch wenn Bildungseinrichtungen nicht das einzige Mittel sind, um Armut vorzubeugen, sondern vor allem auch bei den Eltern angesetzt werden muss, leisten sie dennoch einen sehr wichtigen Beitrag für mehr Chancengerechtigkeit.
Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung (2008) weist beispielsweise nach, dass sich durch den Besuch einer Kinderkrippe die Wahrscheinlichkeit, das Gymnasium zu besuchen, um insgesamt fast 40 Prozent erhöht. Bislang hängen Bildungschancen in Deutschland noch stark von der sozialen Herkunft oder finanziellen Lage der Eltern ab. Gute Infrastruktur in Form qualitativ hochwertiger Bildungseinrichtungen kann Kindern, unabhängig von ihrer Herkunft, die Chance auf ein gutes Leben bieten.

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Die Kinderkommission unter der derzeitigen Vorsitzenden Beate Walter-Rosenheimer hat drei Sachverständige für die öffentliche Anhörung eingeladen:

Melanie Bittner, Autorin der Studie "Geschlechterkonstruktionen und die Darstellung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans* und Inter* (LSBTI) in Schulbüchern. Eine gleichstellungsorientierte Analyse im Auftrag der Max-Traeger-Stiftung der GEW"
Conny Kempe-Schälicke, Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft
Christian Naumann, SchLAu NRW, Schwules Netzwerk NRW e. V.

Schon nach dem Bericht von Christian Naumann war klar, dass dieses Thema noch immer aktuell und dringlich ist. Auch wenn in der Politik über Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften diskutiert wird, sich Prominente zu ihrer Homosexualität bekennen und große Teile der Bevölkerung dafür sind, die Ehe für Lesben und Schwule zu öffnen, in Schulen scheint sich nicht viel geändert zu haben.

Herr Naumann gab den Mitgliedern der KiKo einen sehr bewegenden Bericht über seine Schulzeit: „Ich wollte immer so sein, wie andere" und ja, „irgendwann war Selbstmord ein Thema". Diese Worte erschüttern, wirklich erstaunlich sind sie nicht, ist doch die Selbstmordrate unter queeren Jugendlichen vier mal so hoch wie bei Heterosexuellen. Viele Jugendlichen outen sich nicht, aus Angst gemobbt zu werden, aus Angst im Abseits zu stehen.

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Beate Walter-Rosenheimer Bild