Deutscher Bundestag

Auch für Alleinerziehende bessere Bedingungen schaffen

 Alleinerziehende haben das größte Armutsrisiko

200715 alleinerziehendeAlleinerziehende haben es immer noch schwer. Um deren Situation zu verbessern tut die Große Koalition auch in dieser Wahlperiode viel zu wenig. Dabei gibt es großen Handlungsbedarf, So sind vier von zehn Alleinerziehenden von Armut betroffen. Dabei arbeiten alleinerziehende Frauen im Schnitt sogar mehr als Frauen in Paarfamilien. Viele Alleinerziehende sind trotz Erwerbstätigkeit auf staatliche Unterstützung angewiesen.
Der steuerliche Entlastungsbetrag für Alleinerziehende erreicht Alleinerziehende mit geringem Einkommen kaum.Und Alleinerziehende haben es besonders schwer, Berufstätigkeit und Familienleben unter einen Hut zu bekommen. 

Was Alleinerziehende alles leisten, ist in der Corona-Krise besonders deutlich geworden. Aber das Armutsrisiko von Alleinerziehenden ist viermal so hoch wie das der meisten Paarfamilien mit Kindern.

Wir Grüne im Bundestag zeigen in unserem - vor der Sommerpause verabschiedeten - Fraktionsbeschluss "Alle Familien im Blick" auf, was getan werden muss, um das hohe Armutsrisiko von Alleinerziehenden zu senken und ihnen die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern.

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Geschlechtergerecht aus der Corona-Krise

In der Corona-Krise treten bestehende Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern besonders deutlich hervor. Dies zeigt sich jetzt einmal mehr, wenn es um die Aufteilung der Sorgearbeit sowie die Auswirkungen für Frauen auf dem Arbeitsmarkt geht.
Deshalb ist bei der Bewältigung der Folgen der Pandemie ist ein geschlechtersensibler Blick notwendig, um zu gewährleisten, dass die umfassenden Maßnahmen und Programme, die jetzt aufgesetzt werden, nicht zur Benachteiligung von Frauen und zu Rückschritten führen.
Wir Grünen im Bundestag schlagen in unserem Antrag "Geschlechtergerecht aus der Corona-Krise" konkrete kurz- und langfristige Instrumente vor, um Frauen vor Benachteiligung zu schützen und ihre Leistung anzuerkennen.

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Grüne Sozialpolitik im Zeichen der Corona-Krise

Wichtig in diesen Tagen der Krise durch die Corona-Pandemie ist der gesellschaftliche Zusammenhalt. Unsere Gesellschaft geht mit vollkommen unterschiedlichen Voraussetzungen durch diese Zeit. Es trifft die Menschen in jeweils ganz anderen Situationen.

Diese Zeit der häuslichen Isolierung zeigt auf, wie die Gesellschaft strukturiert ist. Wir erleben gerade große Solidarität, viel Kümmern um andere, viel Nähe auf sozialen Medien. Wir erleben aber auch viel Angst, von Menschen, die zu den Risikogruppen gehören, die gesundheitlich oder aber auch finanziell besonders gefährdet sind.

Von Menschen, die sich jetzt einsam fühlen. Die allein zuhause sind, die krank sind und keinen Besuch empfangen dürfen oder die gar allein ihren letzten Weg gehen müssen. Allein sterben.

Wir sehen Kinder, die zuhause alle Zuwendung, auch für das Lernen in den eigenen vier Wänden bekommen und Kinder, die jetzt hinten runter fallen. Wir sehen Menschen, die die finanzielle und psychische Ausstattung haben, jetzt intensiv andere zu unterstützen und Menschen, die durch die Ausgangsbeschränkungen an ihre Grenzen kommen.

Wir sehen Menschen, die sich jetzt (wieder) näher kommen und die Krise als Chance zu einer Art inneren Einkehr nutzen können. Und wir sehen Menschen, denen die Krise existenziell den Boden unter den Füßen wegzuziehen droht.

Wir sehen Menschen, die zuhause oder in Einrichtungen gut versorgt werden und andere, die Gewalt ausgesetzt sind in den eigenen vier Wänden.

Und wir sehen Menschen, die gar kein eigenes Zuhause haben. Jugendliche, die nun mitten in der Pubertät genötigt sind, zuhause bei den Eltern sitzen zu bleiben, keine Freunde zu treffen. Menschen, die zurückfallen in Suchterkrankungen oder denen es mit ihrer psychischen Erkrankung nun viel schlechter geht.

Geflüchtete Menschen, die nun unter den ohnehin schon schwierigen Verhältnissen, in denen viele von ihnen leben, noch so große soziale und gesundheitliche Schwierigkeiten durch das enge Aufeinanderleben bekommen.

Das sind einige Beispiele aus dem Bereich Soziales, Bildung, Pflege, Jugend, Gesundheit, an denen wir in meinem AK in der Bundestagsfraktion arbeiten. Wie geht es diesen Menschen, was brauchen sie politisch? Wir diskutieren das auch aif Bund-Länder-Ebene. Und in Bayern.
Verschiedene Kreisverbände der bayerischen Grünen sind an mich herangetreten. Wir haben erste Videokonferenzen dazu abgehalten. Frauenpolitik. Psychische Gesundheit. Jugendhilfe.

All das fasse ich zusammen zu einer Konferenz zum Thema „Grüne Sozialpolitik in Zeiten der Coronakrise“. Was sind die Probleme in Bayern vor Ort, in den Landkreisen und Kommunen? Wie können wir auf kommunaler Ebene politisch unterstützen? Wir erarbeiten ein Positionspapier mit Ideen für politische Anträge oder Aktionen vor Ort.
Und last but not least: wir besprechen die Möglichkeiten einer Exit-Strategie. Es ist wichtig, dass es nach der Phase der Ausgangsbeschränkungen geordnet und zielgerichtet wieder weiter geht. Gerade im sozialen Bereich, was Jugendhilfe, Schulen, Kitas, Pflegeeinrichtungen, Sportvereine, Kulturbetriebe angeht, ist das eine wichtige Frage. Wer Interesse hat, das zu diskutieren, kann sich gern bei mir im Büro melden. Bei Helga Stieglmeier im Homeoffice unter beate.walter-rosenheimer.ma06@bundestag.de
Ich freu mich auf guten Austausch und euch wenigstens virtuell zu sehen in diesen Tagen.💚🌼

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Beate Walter-Rosenheimer Bild