Deutscher Bundestag

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft - einen großen Bogen spannte der Zeitzeuge Max Mannheimer im Gespräch mit Beate Walter-Rosenheimer, Renate Künast und Margarete Bause in der KZ Gedenkstätte in Dachau.

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Max Mannheimer, ein Überlebender des Holocaust, diskutierte mit den grünen Bundes- und Landtagsabgeordneten, ob und wie wir aus der Vergangenheit lernen können, um Antisemitismus und Rassismus bereits im Ansatz zu verhindern.

Dazu Beate Walter-Rosenheimer: Max Mannheimer ist ein beeindruckender Mensch und es war mir eine große Freude, ihn persönlich kennen zu lernen. Er ist einer der letzten Zeitzeugen und hat Schreckliches erlebt, Unvorstellbares, aber seine humorvolle und hintersinnige Art macht es Menschen leicht, einen Draht zu ihm zu finden. Er steht für Versöhnung und gegen das Vergessen. Meine und künftige Generationen sind nicht, so Max Mannheimer, verantwortlich für das, was geschehen ist, aber dafür, dass so etwas nie wieder passiert. Dem gilt sein ganzer Einsatz.

Beate Walter-Rosenheimer trifft am 13. Dezember in der KZ-Gedenkstätte Dachau den Holocaust-Überlebenden Max Mannheimer.
Er blickt auf ein langes, bewegtes Leben zurück: 1920 geboren, wurde er mit 23 Jahren zusammen mit seinen Eltern, seinen drei Geschwistern und seiner Frau nach Auschwitz deportiert. Mannheimers ganze Familie wurde dort ermordet, einzig er und sein Bruder überlebten und wurden im Oktober 1943 ins KZ Warschau transportiert. Auch das überlebten die beiden Brüder Max und Edgar und kamen im August 1944 in das KZ Dachau, von dem aus sie wenig später in das Außenlager Karlsfeld zur Zwangsarbeit verlegt wurden.
Max Mannheimer kehrt also an einen furchtbaren Ort seiner Vergangenheit zurück.

Anlässlich des Internationalen Tags „Nein zu Gewalt an Frauen„ am 25. November erklären MdB und Gleichstellungsreferentin des Kreistags Fürstenfeldbruck  Beate Walter-Rosenheimer und Dr. Ingrid Jaschke, Sprecherin des Kreisverbands Fürstenfeldbruck:

Gewalt an Frauen und Mädchen muss international geächtet werden. In vielen Ländern dieser Erde sind Frauen davon betroffen. Aber auch hier in Deutschland gibt es Gewalt an Frauen. Wir dürfen nicht weg schauen.

Jedes Jahr fliehen in Deutschland etwa 34.000 Frauen und Kinder vor häuslicher Gewalt in eines der etwa 360 Frauenhäuser, auch in den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Dachau. Jede vierte Frau hat schon körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren. In 60 Prozent der Fälle sind auch Kinder mit betroffen. Häusliche Gewalt ist die häufigste Ursache für Verletzungen bei Frauen.

Beate Walter-Rosenheimer Bild