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Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März erklärt Beate Walter-Rosenheimer, Obfrau im Wirtschaftsausschuss des Bundestags gemeinsam mit dem Kreisverband Fürstenfeldbruck:

Noch immer werden Frauen im Berufsleben häufig benachteiligt. So liegt das Einkommen von Frauen heute noch durchschnittlich um 23 Prozent unter dem ihrer männlichen Kollegen – auch in vergleichbaren Berufen und innerhalb derselben Branchen. Das Lohngefälle zwischen Frauen und Männern ist in Deutschland so groß wie in keiner anderen europäischen Industrienation.

Beate Walter-Rosenheimer erläutert dazu: „Nach Angaben des Deutschen LandFrauenverband (dlv) verdienen Frauen im ländlichen Raum sogar 33 Prozent weniger als Männer. Damit ist Deutschland schon seit Jahren gemeinsam mit Tschechien, Österreich und der Slowakei Schlusslicht in Europa. Dies muss sich jetzt endlich ändern! Zehn Jahre Selbstverpflichtung der Wirtschaft haben nichts gebracht. Wir brauchen endlich Taten statt Verzögerungstaktik."

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Seit dem letzten Herbst stehen die Container für Asylbewerberinnen und Asylbewerber im Industriegebiet, der Fürstenfeldbrucker Hasenheide, bereit. Allerdings ist die EInrichtung der Unterkunft noch nicht abgeschlossen.

Wie Beate Walter-Rosenheimer von einem der 59 BewohnerInnen erfuhr, haben sie bisher weder Fernsehen noch Internet. Untergebracht sind dort hauptsächlich einzelne Männer und Familien der verschiedensten Nationalitäten, wie Syrien, Somalia oder anderen Krisengebieten. Durch die fehlenden Medienzugänge erhalten sie kaum Informationen über ihre Heimatregionen. Auch der Kontakt zu den Familienangehörigen ist erschwert. Auf Nachfrage von Frau Walter-Rosenheimer hin erfuhr sie, dass Internet- und Fernsehzugang bei der Regierung Oberbayern bereits beantragt wurde. Die Bestätigung sei allerdings noch nicht erfolgt.

Zum vorläufigen Inkrafttreten des Freihandelsabkommens der EU mit Peru und Kolumbien, erklären Thilo Hoppe, MdB und Beate Walter-Rosenheimer, Obfrau im Wirtschaftsausschuss:

Trotz heftiger Kritik von Menschenrechtsorganisationen und UmweltschützerInnen tritt heute das Handelsabkommen zwischen der EU und Peru vorläufig in Kraft, auch wenn der Deutsche Bundestag und andere europäische Parlamente noch darüber abstimmen müssen.

Das Handelsabkommen ist ein trauriges Beispiel für das massive Kohärenzproblem europäischer Politik. So gewährt das Abkommen beispielsweise Zollfreiheit für den Export von Rohstoffen.Es beinhaltet aber keine verbindlichen Umwelt- und Menschenrechtsstandards, die sicherstellen, dass die Lebensgrundlagen der lokalen Bevölkerung nicht zerstört werden. Gerade in Peru gibt es im Bergbausektor massive Konflikte, bei denen Polizei und Militär hart gegen UmweltaktivistInnen vorgehen. Wir befürchten, dass die Umweltkonflikte durch das Abkommen wachsen werden.

Beate Walter-Rosenheimer Bild