Geht wählen, mischt euch ein!

Zum internationalen Tag der Jugend am 12. August erklärt Beate Walter-Rosenheimer, Sprecherin für Jugendpolitik und Ausbildung: 

Aus jugendpolitischer Sicht war diese Wahlperiode ein Desaster. Die Bilanz ist erschreckend. Die Bundesregierung hat Jugendliche und ihre konkreten Anliegen offenbar nicht auf der Agenda. Keine einzige größere jugendpolitische Maßnahme wurde umgesetzt. Der vollmundig angekündigte Jugendcheck zerplatzte wie eine Seifenblase, die Reform der Jugendhilfe ist gescheitert.

Die Bundesregierung versagt im Kampf gegen multiresistente Keime. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf drei schriftliche Fragen von Beate Walter-Rosenheimer hervor, über die die Süddeutsche Zeitung berichtet.

Ziel der Antibiotikaresistenzstrategie (DART) war es, dauerhaft einen restriktiven Einsatz antibiotischer Wirkstoffe in allen relevanten Bereichen herbeizuführen. Dieses Ziel wurde nicht erreicht. Obwohl seit dem Jahr 2009 beispielsweise eine Meldepflicht für Infektionen mit antibiotika-resistenten MRSA-Erregern besteht, kommt es noch immer jedes Jahr zu tausenden Infektionen. Jeder 13. Patient stirbt an den Folgen einer MRSA-Infektion. Auch wenn die Zahl der MRSA-Infektionen leicht rückläufig ist, bilden andere Bakterien immer häufiger Resistenzen. Der Politik muss das ein Weckruf sein.

Zu den Ergebnissen einer Studie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung zur Ausbildungsbeteiligung von Unternehmen erklärt Beate Walter-Rosenheimer, Sprecherin für Jugendpolitik und Ausbildung:

Die Rechnung ist einfach: Wer Fachkräfte will, muss Jugendliche ausbilden. Die Wirtschaft muss sich beim Thema Fachkräftemangel auch an die eigene Nase fassen. Wenn immer weniger Betriebe ausbilden, dürfen sie später auch nicht über fehlende Facharbeiter klagen.

Beate Walter-Rosenheimer Bild