Deutscher Bundestag

hertha ayrton nettie stevens c1Mehr Mädchen und Frauen in die Wissenschaft! Heute ist der internationale Tag der Mädchen und Frauen in der Wissenschaft.
Weltweit wird viel Forschungspotenzial verschenkt, da noch immer zu wenige hochqualifizierte Frauen in der Forschung arbeiten. Aktuell sind nur ca. 30% der weltweiten Forscher*innen Frauen. Um das zu verändern, müssen dringend mehr politische Maßnahmen ergriffen werden! Wichtige Instrumente zur Bekämpfung der geschlechtsspezifischen Ungleichheit in der Wissenschaft sind der Abbau von Hindernissen im privaten Umfeld, im Unterricht und am Arbeitsplatz. Starke Vorbilder spielen eine zentrale Rolle beim Hinterfragen von Stereotypen und Einstellungen.

Diese Vorbilder gibt es nur leider offiziell sehr wenig. Weil viele Forschungen, Erkenntnisse, bahnbrechende Entdeckungen dann nicht den Wissenschaftlerinnen, die sie machten, zugeordnet wurden, sondern männlichen Forschern. Ein Phänomen, dass wir aus der Literatur, der Musik (Agnes Krumwiede, ich denke an deine tolle Tour mit Werken genialer Musikerinnen), der bildenden Kunst kennen.

Die Pandemie hat das Problem weltweit verschärft. „Die Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern haben im vergangenen Jahr dramatisch zugenommen, da Frauen die meisten Aufgaben übernehmen, die durch Schulschließungen entstehen, und von zuhause aus arbeiten. Viele Wissenschaftlerinnen stehen vor der Tatsache, dass Labore geschlossen sind und sie sich mehr um ihre Familie kümmern müssen, so dass weniger Zeit für kritische Forschung bleibt. Für Frauen in wissenschaftlichen Bereichen haben diese Herausforderungen eine bereits schwierige Situation verschärft.

Mehr Frauen in Forschung und Wissenschaft! Das ist unser Ziel! „Es ist an der Zeit zu erkennen, dass eine größere Vielfalt zu mehr Innovation führt. Ohne mehr Frauen in wissenschaftlichen Bereichen wird die Welt weiterhin von und für Männer gestaltet, und das Potenzial von Mädchen und Frauen ungenutzt bleiben.“

BWR

Beate Walter-Rosenheimer Bild